© 2019 by MAREN GUESSMANN

ABOUT

 

ÜBER MICH

Als Tochter zweier Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie hat es mich schon immer sehr faszinierte, wie unsere Psyche sich auf unser körperliches Wohlbefinden auswirkt.
Ich selbst bin Physiotherapeutin, spezialisiert auf Neurologie und Sportverletzungen und unterrichte seit 2011 über die Anatomie, Physiologie und Biomechanik der Faszien im menschlichen Körper und wie man sie behandeln kann.
Im Rahmen dieser Lehrtätigkeiten habe ich Workshops an unterschiedlichen Universitäten in Deutschland und in Australien gegeben und medizinisches Fachpersonal ausgebildet.
Heute habe ich ein Unterrichtsmodul entwickelt, das die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der Faszien auch für "Laien" zugänglich macht.

 

Hier im Westen steht das Thema "Faszien" erst seit einigen Jahren deutlich im Vordergrund. In den östlichen Lehren wird jedoch bereits seit mehr als 2.000 Jahren darüber unterrichtet. Das hat natürlich meine Neugier geweckt.
 

Heute unterrichte Ich Kundalini Yoga & Meditation neben meiner Tätigkeit als Physiotherapeutin und Dozentin im Bereich Faszien. Begonnen habe ich damit vor sieben Jahren im Jugendstrafvollzug in Göppingen. Inzwischen gebe ich auch Kurse für die Öffentlichkeit.

Mir liegt es sehr am Herzen, meinen Mitmenschen beizubringen, wie sie sich selbst besser helfen können und bewusster zu leben. Kurz: Um die Lebensqualität zu steigern. So schlage ich heute voller Begeisterung Brücken zwischen der modernen Medizin und den uralten Lehren.               

 


 

Maren Güssmann, STERN-Magazin

Foto: © Jonas Wresch, STERN-Magazin, Ausgabe 36, September 2017

"Wenn man die inneren Kämpfe ausschaltet, entsteht Raum für Vertrauen"

Maren Güssmann, 32,
Physiotherapeutin, 
Göppingen

REPORTAGE
"Yoga im Jugendknast: Entspannung hinter Gittern"
von Susann Schönfelder, Südwest Presse 

Sie sitzen wegen Körperverletzung oder Drogendelikten. Yoga und Meditation finden die jungen Straftäter in der Jugendarrestanstalt albern. Aber nur am Anfang. Mehr und mehr geben sie sich den Übungen hin – und sind am Ende wie ausgewechselt.
 

Am Anfang gibt es Protest. „Schuhe und Socken ausziehen? Das ist voll eklig, Mann“, nörgelt ein Jugendlicher...

Entspannung hinter Gittern, Yoga im Jugendknast

"Ich gebe mehrmals die Woche in der Jugendarrestanstalt Göppingen Meditationskurse.
Die Reaktion bei den Jungs und Mädchen war überwäl-
tigend. Beim ersten Mal standen sie auf und klatschten Beifall. Die meisten Jugendli-
chen sind wegen Gewalt- oder Drogendelikten hier. Sie haben Angst und empfinden es gegenüber ihren Familien oft als Schande, im Knast zu sitzen. Häufig sehen sie sich als Opfer und kommen nie dazu, über sich und das, was sie getan haben, nachzudenken. Genau das geschieht aber bei der Meditation. Da entsteht ein Raum für neue Sichtweisen, für Geborgenheit und Vertrauen.
Das kennen viele nicht. Janina, die neben mir auf dem Foto zu sehen ist, schickte mir nach ihrer Entlassung einen Post auf Facebook und bedankte sich. Sie habe durch den Unterricht zu sich selbst gefunden. Sie habe gelernt, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen müsse. Ein Justizvollzugsbeamter sagte mir, dass einige Jugendliche sogar in ihren Zellen meditieren. das hat mich natürlich gefreut."

STERN-Magazin,
Ausgabe 36 2017

 

Foto: © Giacinto Carlucci, SWP